Willy aus Österreich beschäftigt sich schon lange mit dem Motorsport. Ihn hat schon früh das Rallycross-Virus gepackt und er fing an, Rallycross-Modellautos zu bauen. Seine Geschichte und ein paar Fotos könnt Ihr jetzt lesen und sehen.

Lieben Gruß und Danke an meinen Rallycrossmodellbau-Kollege aus Österreich.

Und nun zu seiner Geschichte:

Servus Jo,

vielen Dank erstmal, dass ich auf Deiner schönen Rallycross Homepage mit dabei sein darf.

Erstmal ein bisschen was über mich:

Geboren wurde ich 1964 in Wien. Ich wurde schon als kleiner Bub mit Benzin infiziert, da mein Vater schon ein richtiger Motorsport-Freak war und er mich immer zu Auto- und Motoradrennen mitgenommen hat. Als ich mit 18 dann meinen Führerschein hatte gings erst so richtig los. Ich bin zu allen möglichen Rallyes gefahren und hab es mir voll reingezogen.

1985 war ich auf der Semperit Rallye in Waidhofen und Walter Röhrl war mit seinem Audi Quattro S1 am Start. Der "lange" war schon immer ein Vorbild für mich. Er hatte mit diesem PS Monster alle anderen blaß aussehen lassen und mit über einer halben Stunde Vorsprung die Rallye gewonnen. Auf einer Sonderprüfung, wo ich gestanden bin, haben sie das Ding mit 242 Km/h gemessen und das auf Schotter und im Wald! Das stand dann sogar im Quattro Rally Buch drinnen und es war Zufall, dass ich das miterleben durfte. Ja es war ne geile Zeit und ich werde es nie vergessen.

Das war das erste und letzte mal, dass ich ein Gruppe B Rallyeauto live erleben durfte. Als die Monster dann ab 1987 im Rallycross Zirkus durch die Arena getrieben wurde war es für mich das absolute Erlebnis pur. Wir hatten ja das Glück 2 Rennstrecken in Österreich zu haben, eine in Melk und eine in Horn. Jedes Jahr bis 1992 habe ich mir die Läufe zur EM angesehen und mein Favorit war immer Mr. Rallycross Martin Schanche aus Norwegen. Wie er seinen RS200 über die Strecke getrieben hat blieb kein Auge trocken. Aber auch alle anderen Gruppe B Monster waren ein Wahnsinn wie z.B. Matti Alamäkis Peugeot oder Gollops Metro 6R4. Auch der Peugeot von Terje Schie in Marlboro Lackierung war ein Hammer.

Tja dann kam halt noch unser guter alter Herbie Breitender mit dem S1 daher und so laut und breit sein Auto war, war auch sein Ego. Er war so eingebildet, dass ich nicht mal ein Autogramm von ihm bekam. Da waren die Stars wie Schanche, Allamäki, Schie, Gollop, Welsh und wie sie alle geheißen haben ganz anders. Die waren nett und freundlich und man konnte sie zu ihren Wagen befragen und sie fotografieren. Ich bin auch der Meinung, dass der Quattro S1 zwar den geilsten Sound und auch die schönste Optik hatte, aber auch so wie der Delta S4 den Allamäki 1987 bewegte nur für Achtungserfolge gut war und nie ein richtiges Rallycross gerät war. Aber das hat ja der blonde Finne rasch bemerkt und sich mit dem 205 T16 dann 3 Meistertitel in Folge geholt. Aber das weißt du ja eh selber.

Ich kann mich noch erinnern als ich den Mechaniker von Allamäkis Peugeot fragte, wie viel PS das Monster denn hätte. Er sagte dann mit einem breiten grinsen im Gesicht- es ist nicht so schlimm ca. 800. Ich bekam echte Gänsehaut dabei.

Ich könnte noch viel mehr schreiben, aber das wäre ja zu viel des guten.

Modelle habe ich schon seit meiner Kindheit gebaut und vor allem Rallyautos der Gruppe B Ära haben es mir damals angetan. Und aus diesen Modellen habe ich mir jetzt wieder ein paar Rallycrosser nachgebaut und wie du schon sagtest, wem es nicht gefällt der soll es besser machen. Ich habe jetzt noch 2 Projekte im Auge und wenn die fertig sind mache ich Fotos und schicke sie Dir. Einen Memphis Käfer von Franz Wurz 1974 und einen Peugeot 205 Schie Marlboro im Maßstab ca. 1/36 von Corgi den ich sehr billig bei eBay gekauft habe.

Wie gesagt wird ein bisschen dauern aber dann melde ich mich wieder….

Liebe Grüße aus Österreich
Willy

Fotos: Rallycrossmodelle von Willy